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6. Mai 2015

Eine ambulante
medizinisch-berufliche Reha

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Nach psychischer Erkrankung zurück in den Beruf!

novarea ist eine Einrichtung zur ganztägig-ambulanten medizinisch-beruflichen Rehabilitation, die sowohl ein beschützender Behandlungs- und Trainingsraum ist, gleichzeitig aber auch realitätsnahe Anforderungen des Arbeitslebens vermittelt und auf deren Erfüllung vorbereitet.

Die Rehabilitation in der RPK schließt die Kluft, die zwischen langer und schwerer Erkrankung und Arbeitsfähigkeit liegt. Sie umfasst entsprechend medizinische, berufliche und psychosoziale Behandlungsangebote und wird als integrierte Komplexleistung von einem multiprofessionellen Team durchgeführt. Das Besondere unseres Rehabilitationsansatzes ist, dass medizinische und berufliche Rehabilitationsanteile nicht in Folge, sondern parallel erbracht werden. Auch schon zu Beginn der Rehabilitation, wo medizinische Behandlungseinheiten im Vordergrund stehen, können berufliche Teilhabeleistungen zum Rehabilitationsprogramm gehören.

Die novarea Rehabilitation unterstützt Menschen dabei:

  • eine gesundheitliche Stabilisierung weiter zu fördern,
  • die Teilhabe am sozialen und kulturellen Leben zu
    verbessern,
  • bei der Bearbeitung möglicher Arbeitsstörungen im Zusammenhang
    mit dem Krankheitsbild,
  • die Erwerbs- und Arbeitsfähigkeit wieder herzustellen,
  • ein den eigenen Neigungen und Fähigkeiten entsprechenden Berufstätigkeit/
    Ausbildungsberufes zu finden und zu erschließen,
  • eine zu den eigenen Einschränkungen und Belastungsgrenzen passendes Arbeitsumfeld und eine geeigneten Rolle als Arbeitnehmer zu erkennen und zu finden.
  • Ggf. eine beruflichen Neuorientierung einzuleiten,

Unser Erfolg ist es, wenn Sie …

  • … wieder Hoffnung schöpfen,
  • … zu eigenen Stärken zurückfinden,
  • … wieder an sich glauben und arbeiten,
  • … Fähigkeiten wieder einsetzen können,
  • … in die Offensive gehen,
  • … eine Arbeit- oder Ausbildungsstelle gefunden haben,
  • … wieder für sich sorgen und selbstbestimmt und aus eigenen Mitteln leben können
  • … ein Einklang zwischen Tätigsein und Freizeit dauerhaft hergestellt ist.

Hauptziel des novarea Ansatzes ist die nachhaltige (Wieder-)Eingliederung in den allgemeinen Arbeitsmarkt.


puzzle-zusammenfu%cc%88genDer novarea Ansatz – wie wir gemeinsam arbeiten

Medizinisch-beruflich bedeutet, Angebote, wie Sie sie aus der medizinischen Reha oder der Tagesklinik vielleicht kennen (Einzeltherapien, Gruppentherapien, Ergotherapie, Kunsttherapie, Sporttherapie etc.), werden angeboten, aber auch berufsvorbereitende Einheiten oder berufliche Anpassungsmaßnahmen wie Schulungen, PC-Kurse, handwerkliche, kaufmännische und technische Erprobungen sowie Projekte und Praktika.

Integriert bedeutet, dass medizinische und berufliche Rehabilitationsanteile nicht phasisch hintereinander geschaltet sind, sondern parallel erfolgen, wobei deren jeweiliger Anteil sehr unterschiedlich sein kann. Zu Beginn der Maßnahme stehen in der Regel die medizinische Reha-Elemente im Vordergrund; im weiteren Verlauf nimmt der Anteil beruflicher Reha-Module zu. Einzelpsychotherapie und ärztliche Visiten – als Behandlungselemente aus dem medizinischen Bereich – bleiben aber immer bis zum Schluss der Maßnahme im Reha-Plan.

Individualisiert bedeutet, dass für jeden Teilnehmer ein ganz auf ihn (auf seine Voraussetzungen und seine Zielsetzungen) abgestimmtes Behandlungsprogramm zusammengestellt wird. Welche Behandlungsmodule in welcher Intensität über welchen Zeitraum zur Anwendung kommen, hängt immer vom Einzelfall und vom Verlauf der Rehabilitation ab und wird ständig angepasst.

Ganztägig bedeutet, dass Sie täglich an 5 Tagen pro Woche mindesten 5 Stunden an der Maßnahme teilnehmen. Dies bedeutet jedoch nicht, dass Sie eine Einheit nach der anderen haben. Zu Beginn sind oft noch Ruhephasen nötig, die später nicht mehr gebraucht werden.

Ambulant bedeutet, dass Sie nach Reha-Schluss nach Hause in Ihr normales Umfeld zurückkehren und Ihren üblichen Verpflichtungen und Gewohnheiten nachgehen. So können auch Ihre im Alltag relevanten Probleme in die Behandlung mit einbezogen werden. Manchmal kommen auch Angehörige zu Gesprächen.

Interdisziplinär bedeutet, dass das Team sich zusammensetzt aus Mitarbeitern unterschiedlicher Berufe, in unserem Fall von Medizin bis Arbeitsvermittlung, die mit ihren unterschiedlichen Ausbildungen, Erfahrungen und Blickrichtungen an Ihrem Genesungs- und Wiedereingliederungsprozess mitwirken.

Praxisorientiertes Training: Die Anforderungen werden im Verlauf der Maßnahme – mit Zunahme Ihrer Belastungsfähigkeit– gesteigert.

Insbesondere die Anzahl der Behandlungseinheiten je Behandlungstag oder auch die Dauer der Einheiten nehmen zu. Die inhaltlichen Anforderungen wachsen. Sie näheren sich Ihrem Ziel Schritt für Schritt. Reichen die internen Möglichkeiten der Reha-Einrichtung nicht mehr aus, um das bestehende Belastungsniveau zu fordern, beginnen externe Praktika in Betrieben des ersten Arbeitsmarktes. Ein Praktikum kann mit wenigen Stunden an 2-3 Tagen pro Woche beginnen und bis zu einer vollschichtigen Arbeit an 4 Tagen gesteigert werden.


Behandlungsmodule

Im Rehabilitationsprozess werden Behandlungsangebote aus verschiedenen Leistungsbereichen miteinander kombiniert. Die folgende Aufzählung ist beispielhaft und nicht abschließend.

medizin-arzt Medizinische Module

  • Fachärztliche psychiatrische Behandlung
  • Psychiatrische Krankenpflege
  • Bewegungstherapie, Sport
  • Psychotherapie
  • Psychoedukation und Gesundheitsbildung
  • Psychologische Testdiagnostik
  • Rehabilitationsberatung
  • Ergotherapie, Arbeitstraining und Belastungserprobung
  • Externe Belastungserprobung im Praktikum

ArbeitBerufliche Module

  • Abklärung der beruflichen Eignung, Berufsfindung
  • Leistungsdiagnostik
  • arbeitsbezogenes Skill-Training
  • Berufskunde/Betriebsbesichtigung
  • Arbeitserprobung
  • Berufsvorbereitung/Berufliche Anpassung
  • Begleitende psychosoziale Hilfen
  • Unterstützung und Beratung der Arbeitgeber
  • Profiling
  • Bewerbungstraining
  • betriebliche Praktika

bildungPsychosoziale Module

  • Aufbau und Training lebenspraktischer Fähigkeiten
  • Beratung zur persönlichen Situation und bei administrativen Angelegenheiten
  • Training des Freizeitverhaltens
  • Unterstützung bei der Teilnahme an kulturellen Veranstaltungen
  • Angehörigenarbeit

Behandlungsschritte

Übergeordnetes Behandlungsziel ist die (Re-)Integration in den ersten Arbeitsmarkt. Dazu muss die gesundheitliche Stabilität, die Belastbarkeit wieder hergestellt sein. Sie sollten ein Verständnis für krank machende Mechanismen bei sich selbst, in Ihrem Umfeld sowie arbeitsbezogen entwickelt haben. Aber es geht konkret auch darum, Arbeits-, Ausbildungs- oder Umschulungsstellen zu finden und geeignete von ungeeigneten Arbeitsstellen unterscheiden zu können.

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Individualisierung

Der erste Reha-Wochenplan sieht bei allen Teilnehmern relativ ähnlich aus. Es geht zunächst darum, sich an den neuen Tagesablauf zu gewöhnen und mit der neuen Umgebung vertraut zu werden, um das Kennenlernen von Mitteilnehmern und Therapeuten und um das gemeinsame Herantasten an ein passendes Belastungsniveau für den Beginn der Maßnahme. Ab der zweiten Woche passt sich dann die Maßnahme zunehmend Ihren individuellen Anforderungen und Bedürfnissen an.

Zielfindung und
Anpassung

Auf der Grundlage der Diagnostik und Einschätzungen des Teams wie auch der Selbsteinschätzung des Teilnehmers erfolgt eine Zielplanung die in regelmäßig stattfinden Zielplanungsgespräche erfolgt und die Stunden-, Tages- und Wochenplanung steuert. Sie werden betreut von einem größeren Team, aus denen Ihnen jeweils zwei Mitarbeiter besonders zugeordnet werden, die mit Ihnen den Verlauf beobachten, steuern und vorantreiben.

Behandlungsdauer

So, wie jeder Teilnehmer verschieden ist, jede persönliche Entwicklung während der Reha einen anderen Verlauf nimmt, so dauert die Reha in jedem Fall unterschiedlich lang. Es hat sich in den letzten Jahren jedoch herausgestellt, dass Teilnehmer selten weniger als 9 Monate brauchen und kaum jemand braucht mehr als 15 Monate, um das Behandlungsziel zu erreichen.

In der Regel endet der Prozess damit, dass angestrebte Ziele erreicht wurden, Ihre Leistungskraft vollschichtig wiederhergestellt ist und die notwendigen Vorbereitungen getroffen sind, dass Sie mit dem Ende der Reha-Maßnahme in eine Umschulung, Ausbildung oder Arbeit eintreten.


Trainingsbereich

Der interne Trainingsbereich ermöglicht es den Teilnehmern, eigene berufsbezogene Fertigkeiten im geschützten Rahmen zu erproben und neu zu erfahren.

bueroBürotraining

Im Bürotrainingsraum sind 8 Büroarbeitsplätze eingerichtet. Das eigene Trainingsnetzwerk ist mit aktueller Office-Software, Internetzugang, Drucker, Faxgerät und moderner Moderationstechnik ausgestattet. Durch den kfm. Arbeitsanleiter der RPK können gezielt EDV-gestützt Fertigkeiten aus dem Verwaltungsalltag eingeübt und gefördert werden. Alle Teilnehmer erfahren Softwareschulungen die auf dem Konzept des Europäischen Computerführerscheins (ECDL) fußen.

beruf-erprobungIT- und EDV-Werkstatt

In der Werkstatt können Wartungs- und Reparaturarbeiten für hausinterne Hardware oder Aufträge für Kooperationspartner durchgeführt werden, damit für die Rehabilitanden auch realistische Arbeitsdurchgänge anfallen. Die Trainingswerkstatt ist zu diesem Zweck mit 3 Arbeitsplätzen für Computer-Hardware-Arbeiten ausgestattet, an denen Rechner gebaut, gewartet und repariert werden können. Weiterhin sind 3 IT EDV-Arbeitsplätze (die bei Bedarf leicht erweitert werden können) für Programmierung (Html, Css, PHP, SQL u.a.), CMS Systeme, Joomla, Typo 3 sowie Konfigurations-und Wartungsarbeiten vorhanden. Die Werkstatt verfügt über einen eigenen Testserver (Windows Server, SQL-Server, Exchange-Server sowie ein Linux-Testserver).

lagerwirtschaftLagerwirtschaft/Einkauf

In diesem Bereich werden Inventarisierung, Bevorratung sowie Organisation eines Lagers eingeübt. Mithilfe eines Arbeitsanleiters erhalten die Teilnehmer außerdem Aufgaben wie Einkauf/Bestellung sowie Wareneingang, Warenannahme und Überwachung des Lagerbestandes.

Im Bürotrainingsraum sind 9 Büroarbeitsplätze eingerichtet. Ausgestattet mit aktueller Office-Software, Internetzugang, Drucker und Faxgerät. Durch den kfm. Arbeitsanleiter der RPK können gezielt EDV-gestützt Fertigkeiten aus dem Verwaltungsalltag eingeübt und gefördert werden.

hauswirtschaftHauswirtschaftsgruppe

Der Hauswirtschaftsbereich ist ausgestattet mit einer Küche mit einem Essbereich für 30 Personen. Es handelt sich hier um einen Basistrainingsbereich, in dem jeder Rehabilitand, der Defizite in der täglichen Selbstversorgung und Haushaltsführung aufzeigt, phasenweise trainiert werden kann. Konkret beschäftigt sich die Haushaltsgruppe mit Einkaufen, Vorbereiten des täglichen Frühstücks, Wäschepflege usw. Außerdem findet einmal wöchentlich eine angeleitete Kochgruppe statt, bei der für 20 Teilnehmer Essen geplant und zubereitet wird.

beruf-autoExterner Erprobungsbereich

Externe Praktika in Betrieben des ersten Arbeitsmarktes bilden den Haupttrainingsbereich der RPK. Sobald die individuelle Belastbarkeit des Teilnehmers es erlaubt, beginnt die Vorbereitung auf ein externes Praktikum. Entsprechend den Vorerfahrungen, Neigungen und Eignungen der Teilnehmer suchen wir gezielt nach einem passenden Praktikumsbetrieb. Zum Teil können wir dabei auf Kooperationen mit regionalen Unternehmen (in Aachen zzt. ca. 150) zurückgreifen, suchen im Einzelfall aber immer auch neue Praktikumsgeber, mit ganz speziellen Berufs- und

Arbeitsanforderungen. Das Praktikum beginnt immer in Teilzeitform z.B. an 2-3 Vormittagen/Woche und kann bis zu 4 Tage/Woche in Vollzeit umfassen. Die Mitarbeiter der RPK sind regelmäßig im Betrieb, es gibt gemeinsame Besprechungen mit den Vorgesetzten/Arbeitsanleitern im Betrieb. Schwierigkeiten oder Probleme, die während des Praktikums auftreten, werden ganz spezifisch in der Reha bearbeitet. Die psychotherapeutische und psychiatrische Betreuung, die Einbindung in arbeitsweltbezogene Trainings ist auch während der Praktikumsteilnahme konstant gegeben. Fehlende Fertigkeiten und Kenntnisse können praktikumsbegleitend trainiert werden.


Arbeitsintegration

Unsere Rehabilitation zielt primär auf die (Wieder-)Eingliederung auf den allgemeinen Arbeitsmarkt ab. Sofern Sie noch keine Berufsausbildung abgeschlossen haben oder im erlernten Beruf nicht mehr arbeiten können, helfen wir beim Finden einer passenden Arbeitsstelle, Ausbildungsstelle oder bei der Realisierung einer geeigneten Umschulungsmaßnahme. Immer ist die Suche nach einer den eigenen Fähigkeiten, Neigungen und der persönlichen Belastungsfähigkeit entsprechenden Beschäftigung Teil des Rehabilitationsprozesses. Der überwiegende Teil der Reha-Teilnehmer hat zum Ende der Maßnahme eine Arbeits- oder Ausbildungsstelle oder die berufliche Perspektive ist durch nachgehende Maßnahmen vorbereitet. Einige sind leistungs- und arbeitsfähig, aber haben noch keine Arbeitsplatzzusagen, sind noch auf Arbeitssuche. Dabei unterstützen wir sie im Rahmen der Nachsorge.

Nachsorge

Novarea RPK sorgt sich auch nach Abschluss der Maßnahme um die ehemaligen Rehabilitanden: Einmal monatlich findet ein Nachsorgetreffen für ehemalige Maßnahmeteilnehmer statt. Für Teilnehmer, die während der Maßnahme keine Arbeitsstelle gefunden haben, bieten wir eine wöchentlich stattfindende Bewerbungsgruppe an. Einzelberatung sind in begrenztem Umfang möglich.


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